Stationäre Therapie

Die Suchttherapie (kurz skizziert)

Die klassische Therapie bei einem Abhängigkeitssyndrom hat den dauerhaften Verzicht (Abstinenz) auf die abhängigkeitserzeugende Substanz zum Ziel und gliedert sich in der Regel in folgende Punkte:

  1. körperlicher Entzug der abhängig machenden Substanz (Entgiftung)
  2. psychotherapeutische Behandlung (nebst Kurzinterventionen v. a. auch Langzeitentwöhnung) in einer Fachklinik (Psychosomatische Klinik), wobei diese ihr Augenmerk auf eventuelle Defizite in der Persönlichkeitsentwicklung der Patienten legen und sich stark an individuellen Ressourcen orientieren.
  3. Mitbehandlung der Angehörigen/Bezugspersonen
  4. Mitarbeit in Selbsthilfegruppe, zum Beispiel Anonyme Alkoholiker.

Neuere Ansätze, vor allem in der Therapie von Alkoholkranken, streben das ehrgeizige Ziel des Wiedererlangens der Fähigkeit zum kontrollierten Konsum an.

In der Behandlung Opiatabhängiger kann die (manchmal dauerhafte) Verabreichung eines Substitutionsmittels im Rahmen einer Substitutionstherapie zu einer deutlichen Schadensbegrenzung (engl.: harm reduction) führen, sodass hier die Forderung nach Abstinenz als alleiniges Behandlungsziel aufgegeben wurde bzw. jeweils im Einzelfall (und eventuell immer wieder neu) entschieden werden muss. Die Wirksamkeit einer Dauersubstitution ist überzeugend belegt und wird auch vom Gesetzgeber anerkannt. Es werden auch Medikamente entwickelt, die nicht als Substitution zu betrachten sind, sondern die Abhängigkeitssymptome gezielt bekämpfen sollen z. B. Clofenciclan.

Die Behandlung von Abhängigkeiten hat sich zu einem Spezialgebiet der Medizin entwickelt, das heute zunehmend auch auf Erkenntnissen der Neurobiologie aufbaut und ein ganzes Spektrum an therapeutischen Verfahren anbieten kann. Die Pädagogik ist dann gefordert, wenn es um den Umgang mit drogenabhängigen Jugendlichen oder um Jugendliche geht, welche einen problematischen Umgang mit Suchtstoffen aufweisen. Genauso dann, wenn es um das weite Feld der Abhängigkeitsprävention geht.

ADHS Patienten werden mit Ritalin behandelt. Als Wiederaufnahmehemmer erhöht es die Konzentration von Dopamin und Adrenalin im synaptischen Spalt und verlängert damit deren Wirkung.

Quelle: Wikipedia

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von Dr. Thomas Redecker
 
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