Spielsucht

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Mireille Dark
 
Die einzige Möglichkeit, ein Spielkasino mit einem kleinen Vermögen zu verlassen, besteht darin, es mit einem großen zu betreten.
 
 
 
Spielsucht

 

Glücksspiel als zentraler Lebensinhalt:

Das Glücksspiel beherrscht das Leben der Betroffenen; sie richten Ihr Leben so ein, daß alle anderen Lebensinteressen zunehmend dem Glücksspiel untergeordnet werden;

Kontrollverlust :
Sobald mit dem Glücksspiel begonnen wird, verlieren die Spieler ihre Kontrolle über ihr Spielverhalten; Vorsätze, nur einen bestimmten Betrag zu verspielen, verlieren ihre Wirksamkeit; das leitende Motiv des Spielens ist oft, entstandene Verluste umgehend auszugleichen;
 
Erfolglose Abstinenzversuche, bzw. – bestrebungen:
Eine dauerhafter Verzicht auf das Spielen erscheint den Betroffenen unerträglich; die Wiedererlangung finanzieller Mittel fördert das Verlangen nach dem Glücksspiel;
 
Toleranzentwicklung :
Es entwickelt sich eine Toleranz gegenüber der „Dosis“ des Glücksspiels, es wird z.B. auf mehreren Automaten gleichzeitig gespielt oder es wird riskanter gespielt;
 
Entzugserscheinungen :
Fehlen die finanziellen Mittel für das Glücksspiel treten entzugsähnliche Erscheinungen auf (innere Unruhe und Reizbarkeit, Ungeduld, Konzentrations- oder Schlafstörungen etc.);
 
Folgeschäden :
Störungen im zwischenmenschlichen Bereich, Konflikte mit Angehörigen; Schuldgefühle; Verheimlichung des Spielens; Verstrickung in ein Netz von Lügen und Vorspiegelungen; zunehmende Verschuldung mit einem Verlust des Überblicks über die finanzielle Situation;
Die Störung der pathologischen Glücksspieler beruht auf sich häufig wiederholendem, episodenhaftem Glücksspiel, das die Lebensführung der betroffenen Personen beherrscht und zum Verfall der sozialen, beruflichen, materiellen und familiären Werte und Verpflichtungen führt. Die Betroffenen setzen ihre materielle Existenz aufs Spiel, um an Geld zu kommen oder die Bezahlung von Schulden zu umgehen.
Tritt die Gewinnsituation ein, bekommen Süchtige eine Art Allmachtsphantasie. An den ersten Gewinn kann man sich erinnern, wie andere an die erste Liebe. Bei Süchtigen findet das Verlusterlebnis nicht mehr statt, denn der Gedanke „Beim nächsten Mal klappt es bestimmt!“ dominiert die Wahrnehmung. Süchtig machen vor allem Spiele mit hoher Ereignisfrequenz wie Spielautomaten, Poker oder Roulette, wo alle paar Sekunden die Kugel rollt. Die technologische Entwicklung (Spielen per Internet, Handy, Telefon etc.) fördert diese permanente Stimulation.
Ein intensiver, kaum kontrollierbarer Spieldrang setzt sich in Bewegung, daneben steht die gedankliche und bildliche Vorstellung des Spielvorganges und seiner Begleitumstände im Vordergrund. Die gedankliche Beschäftigung und die Drangzustände verstärken sich häufig in belastenden Lebenssituationen. Diese Menschen weisen eine weitreichende und dauerhafte Störung des Sozialverhaltens auf, die sich in aggressiven Handlungen oder einem fehlenden Gefühl für das Wohlergehen und die Gefühle anderer Menschen äußert.
 
Allgemeines Erscheinungsbild und Merkmale von Spielsucht (süchtiges Spielverhalten, pathologisches Glücksspiel)
Die Amerikanische Psychiatrische Gesellschaft hat das pathologische Glücksspiel bereits im Jahr 1980 in ihren Diagnoseschlüssel aufgenommen. Die derzeit aktuelle Version des „Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, DSM IV“ definiert pathologisches Glücksspiel als: Andauerndes und wiederkehrendes fehlangepasstes Spielverhalten, was sich in mindestens fünf der folgenden Merkmale ausdrückt:
-Ist stark eingenommen vom Glücksspiel (z.B. starkes Beschäftigtsein mit gedanklichem Nacherleben vergangener Spielerfahrungen, mit Verhindern oder Planen der nächsten Spieunternehmungen, Nachdenken über Wege, Geld zum Spielen zu beschaffen). Starke Bindung an das Glücksspiel (Hobbys werden aufgegeben, Schule wird vernachlässigt, …).
-Toleranzentwicklung : Muss mit immer höheren Einsätzen spielen, um die gewünschte Erregung zu erreichen.
-Abstinenzunfähigkeit : Hat wiederholt erfolglose Versuche unternommen, das Spielen zu kontrollieren, einzuschränken oder aufzugeben.
-Entzugserscheinungen : Ist unruhig und gereizt beim Versuch, das Spielen einzuschränken oder aufzugeben.
-Spielt, um Problemen zu entkommen oder um eine dysphorische Stimmung (z.B. Gefühl von Hilflosigkeit, Schuld, Angst, Depression) zu erleichtern.
-Kehrt, nachdem er beim Glücksspiel Geld verloren hat, oft am nächsten Tag zurück, um den Verlust auszugleichen ( Chasing – „hinterherjagen”).
-Verheimlichung : Belügt Familienmitglieder, den Therapeuten oder andere, um das Ausmaß seiner Verstrickung in das Spielen zu vertuschen.
-Beschaffungsdelinquenz : Hat illegale Handlungen wie Fälschung, Betrug, Diebstahl oder Unterschlagung begangen, um das Spielen zu finanzieren.
-Hat eine wichtige Beziehung, seinen Arbeitsplatz, Ausbildungs- oder Aufstiegschancen wegen des Spielens gefährdet oder verloren.
-Freikaufen – Bail-out : Verlässt sich darauf, dass andere ihm Geld bereitstellen, um die durch das Spielen verursachte hoffnungslose finanzielle Situation zu überwinden.

 

Toleranzentwicklung : Muss mit immer höheren Einsätzen spielen, um die gewünschte Erregung zu erreichen.
Abstinenzunfähigkeit : Hat wiederholt erfolglose Versuche unternommen, das Spielen zu kontrollieren, einzuschränken oder aufzugeben.
Entzugserscheinungen : Ist unruhig und gereizt beim Versuch, das Spielen einzuschränken oder aufzugeben.
Spielt, um Problemen zu entkommen oder um eine dysphorische Stimmung (z.B. Gefühl von Hilflosigkeit, Schuld, Angst, Depression) zu erleichtern.
Kehrt, nachdem er beim Glücksspiel Geld verloren hat, oft am nächsten Tag zurück, um den Verlust auszugleichen ( Chasing – „hinterherjagen“).
Verheimlichung : Belügt Familienmitglieder, den Therapeuten oder andere, um das Ausmaß seiner Verstrickung in das Spielen zu vertuschen.
Beschaffungsdelinquenz : Hat illegale Handlungen wie Fälschung, Betrug, Diebstahl oder Unterschlagung begangen, um das Spielen zu finanzieren.
Hat eine wichtige Beziehung, seinen Arbeitsplatz, Ausbildungs- oder Aufstiegschancen wegen des Spielens gefährdet oder verloren.
Freikaufen – Bail-out : Verlässt sich darauf, dass andere ihm Geld bereitstellen, um die durch das Spielen verursachte hoffnungslose finanzielle Situation zu überwinden.
Quelle: vorlage stangl

RTEmagicC joerg-petry.jpg  Lesen Sie einen Aufsatz von Dr. phil. Jörg Petry zu diesem Thema

 

 

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