Literaturempfehlungen Alkoholismus

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Literaturempfehlungen

Wir haben nicht alle Bücher gelesen. Unsere Auswahlkriterien waren Rezensionen. Die Empfehlungen erfolgen also unter Vorbehalt, jedoch sind wir der Meinung, wenn ein Autor sich mit einem Suchtmittel oder einer Verhaltenssucht befasst, so muss ein ernsthaftes Engagement vorliegen.

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Unser Tip

Familienkrankheit Alkoholismus

Kundenrezension
...von "erwachsenen Kindern" aus Alkoholikerfamilien. Ursula Lambrou stellte als selbst Betroffene irgendwann fest, dass sie in ihrem Erleben und Verhalten anders ist als Menschen in ihrer Umgebung. Zufüllig entdeckte sie in Gesprächen mit zwei anderen Betroffen, dass es erstaunliche Parallelen gibt und führte daraufhin zahlreiche Interviews, deren Erkenntnisse sie in diesem Buch veröffentlicht.

Dabei zeigt sie tiefe Einblicke in die Gefühlswelt, Zerrissenheit und den Teufelskreis von Abhängigkeit und Co-Abhängigkeit. Die Auswirkungen innerhalb der Familie stellt sie anschaulich dar und zeigt, dass selbst nicht-abhängige Kinder aus Alkoholikerfamilien dennoch typische, einschränkende Verhaltensmuster und Selbstzweifel entwickeln und diese lange Jahre beibehalten.

Ich denke, das Buch kann für Betroffene und deren Angehörige eine große Entlastung sein in dem Sinn, als es aus der vermeintlich isolierten Schicksalhaftigkeit herausführt, sonst eher unausgesprochene Befindlichkeiten greifbar werden läßt und auch Lösungsmöglichkeiten aufzeigt. Wer dagegen so überhaupt 'nicht-betroffen' ist, dennoch beispielsweise im Reha-Bereich arbeitet, findet mit dem Buch sicherlich zu einem tieferen Verständnis von Abhängigkeit – meiner Meinung nach durchaus auch auf andere Abhängigkeiten übertragbar – und neuen Impulsen für die Praxis. Einfühlsam, verständnisvoll, aufschlußreich, lesenswert und zum Thema Alkohol einmalig gut.