Anzeichen für Medikamentenabhängigkeit

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Dr. Gerhard Kocher

Um die Volksgesundheit zu fördern, ist der Pharmaindustrie kein Mittel zu teuer.

 

Anzeichen für eine Medikamentenabhängigkeit

Wann ist jemand von Arzneimittel abhängig?

Folgende Symptome deuten darauf hin:

Das Arzneimittel wird in höherer Dosierung oder länger eingenommen als geplant
   oder verordnet. Der Rahmen der ärztlichen Verordnung wird
   also überschritten.
 
Der Patient wünscht sich, den Tablettenkonsum zu reduzieren oder zu
   beenden und hat bereits einen oder mehrere erfolglose Versuch unternommen.
Das Medikament wird ohne Rücksicht auf mögliche Nebenwirkungen wie
   Nierenschäden oder Gefahren wie verminderte Reaktionsfähigkeit eingenommen.
Erheblicher Zeitaufwand: Es ist aufwändig, die Substanz zu bekommen.
   Es müssen mehrere Ärzte oder Apotheken aufgesucht werden
   oder es wird viel Zeit damit verbracht, sich dösend von der Wirkung zu erholen.
 
Es hat sich eine ausgeprägte körperliche Toleranz entwickelt, es müssen immer
   größere Dosierungen eingenommen werden.
 
Bei nachlassender Wirkung kommt es zu Entzugssymptomen wie Schwindel
   oder Übelkeit. Die Entzugserscheinungen führen dazu,
   dass erneut diese Medikamente eingenommen werden.
 
Soziale oder berufliche Aktivitäten werden aufgegeben oder eingeschränkt,
   weil sie wegen des Arzneimittelkonsums nicht mehr möglich sind.
 
Der Konsum wird fortgesetzt oder gesteigert, obwohl die Folgeschäden bekannt sind
   und immer deutlicher zutage treten.
 
Ein Zeichen für Fachleute ist es auch, wenn sich ein Laie auffallend
   gut mit der Arzneimittelklasse auskennt, also verschiedene Handelsnamen,
   Wirkstärken und alternative Wirkstoffe benennen kann.

 

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Ein von Dr. Ursula Sellerberg überarbeitetes Referat der Bundesvereinigung deutscher Apothekerverbände