Alkoholismus

 
RTEmagicC abraham-lincoln.jpgAbraham Lincoln
 
Die Prohibition überschreitet die Grenze jeder Vernunft, indem sie die Bedürfnisse des Menschen durch Gesetze zu kontrollieren versucht und Verbrechen aus Dingen macht, die keine Verbrechen sind. Ein Prohibitionsgesetz ist ein Schlag gegen die Prinzipien, die die Grundlage unseres Staates sind.

 

 

Alkoholismus

Kein anderes Verhaltensmuster bringt so viele medizinische, soziale und rechtliche Probleme mit sich wie der Konsum von Alkohol.

Im Gegensatz zu anderen toxischen (giftigen) Stoffen mit hohem Mißbrauchpotential (z.B. Tabak) kommt es im Verlauf einer Alkoholikerkarriere zunächst meist nicht zu gesundheitlichen Schädigungen, sondern zu negativen sozialen Auswirkungen. Sie betreffen sowohl den Konsumenten selbst (z.B. Führerscheinverlust) wie auch das soziale Umfeld (Famlie und Beruf).

Ca. 80% aller verübten Straftaten werden unter Alkoholeinfluß begangen.

Nach dem Konsum von größeren Mengen Alkohol werden Denkprozesse, Sprache und Wahrnehmung beeinträchtigt. Weiter können Koordinationsstörungen und Gedächtnisverlust auftreten. Manche Mennschen werden unter Alkoholeinfluß depressiv, andere werden aggressiv. Alkohol bewirkt eine individuelle Wirkung, hauptsächlich wirkt er sich jedoch euphorisierend, erheiternd, anregend aus. Höherer (die Menge die der Einzelne verträgt ist individuell unterschiedlich) Alkoholkonsum führt zu einer Trennung der Affekte (Gefühle):

– auf der einen Affektseite: Aggressive Redseeligkeit, überzogene Selbstüberzeugtheit, Handgreiflich- werden,

– auf der anderen Affektseite: Entwicklung von Rührseeligkeit (Weltschmerz) und Depressionen bis hin zum Verstummen.

Weitere Auswirkungen des Alkohol können sein: Enthemmung, Streitbarkeit, Aggressivität, Affektlabilität, Aufmerksamkeitstörungen, Lauf- & Standunsicherheit, verwaschene Sprache, Bewußt- seinsstörungen. In höheren Dosen ist die Koordination gestört (Lallen, Taumeln) bis hin zur Bewußt- losigkeit, Atemstillstand, Unterkühlung, Erfrieren usw.

Alkoholiker haben eine besonders hohe Suizidgefährdung . Etwa 20% aller Suizidtoten sind Alkoholiker. Das bedeutet, daß bei Alkoholikern die Lebenssuizidrate 60 bis 120 mal so hoch ist wie bei Nicht-Alkoholikern.

Die Unterscheidung vom Alkoholmissbrauch und Alkoholgenuß sind nicht eindeutig abzustecken, da sie häufig fließend verlaufen. Der Eine trinkt gegen seinen Alltagsfrust täglich eine Flasche Bier oder Wein und ist damit schon in der Missbrauchspirale.       Bei einem Anderen fängt es erst an, wenn er im Vollrausch ist. Nicht unbedingt jeder Mensch wird abhängig, weil er einen hohen Alkoholkonsum über längere Zeit hat. Zu den wesentlichen Voraussetzungen einer Suchtentwicklung zählen die Faktoren Mißbrauch (= falscher, vom üblichen Gebrauch bzw. ursprünglich gesetzten Zweck abweichender Gebrauch), Gewöhnung (psychische Abhängigkeit) bzw. Toleranzerwerb und Abhängigkeitsbildung (körperliche Entzugserscheinungen).

Als organisch bedingte psychische Störungen werden die Alkoholhalluzinose, die alkoholbedingte amnestische Störung (Korsakow-Syndrom) und die Demenz bei Alkoholismus betrachtet. Der Anteil behandlungsbedürftiger Konsumenten liegt zwischen 2% und 7%, 14% der Männer und 5% der Frauen sind als alkoholgefährdet einzuschätzen, wobei sich das Verhältnis Männer zu Frauen innerhalb der letzten 30 Jahre von 20:1 auf 2:1 verschoben hat.

Es gibt kaum ein Organsystem das nicht durch den Alkoholmißbrauch geschädigt wird.

Die meisten Alkoholiker sind erst unter großem Leidensdruck zu einem Entzug bereit, da den allermeisten Alkoholikern die Krankheitseinsicht fehlt.

Die Entgiftung sollte unter ärztlicher Aufsicht im geschlossenen Entzug erfolgen. Hier werden dann die schlimmsten Entzugserscheinungen mit Hilfe von Medikamenten gelindert.

Entzugserscheinungen können sein: Tremor, Schwitzen, Übelkeit, Zittrigkeit, Brechreiz, Ängstlichkeit, Blutdruckschwankungen u.a.

Die anschließende Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe kann dem Alkoholiker sehr hilfreich sein, besonders in Hinsicht auf einen evtl. Rückfall.

Quelle: http://www.psychologie-info.org/Alkoholismus/alkoholismus.html

 

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Rückfall – Desaster oder Chance